frankkuhn.de :

E-Partizipation


Buchveröffentlichung "Elektronische Partizipation. Digitale Möglichkeiten - Erklärungsfaktoren - Instrumente"

Am 15.08.06 ist unter dem oben gennanten Titel meine Dissertation beim Verlag für Sozialwissenschaften erschienen.

Die zentralen Fragen der Studie lauten:

  1. Welche Faktoren beeinflussen die Quantität und Qualität von elektronischen Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten im Rahmen kommunaler Websites in Baden-Württemberg?
  2. Inwiefern wirken sich Einstellungen der kommunalen Entscheidungsträger aus?
  3. Wodurch werden deren Einstellungen zu E-Partizipation beeinflusst?
  4. Welchen Einfluss haben andere Aspekte wie beispielsweise Strategie oder Kommunengröße auf das digitale Angebot?

Zur Beantwortung dieser Fragen wurden 38 kommunale Internetangebote in Baden-Württemberg auf Politikinhalte und Benutzerfreundlichkeit untersucht. Außerdem wurden die Einstellungen von kommunalen Entscheidungsträgern wie Stadt- und Gemeinderäte und Verwaltungsspitzen erhoben und ausgewertet.

An der Untersuchung nahmen folgende Kommunen teil: Albstadt, Baden-Baden, Bietigheim-Bissingen, Böblingen, Bretten, Bruchsal, Freiburg, Friedrichshafen, Furtwangen, Geislingen/Steige, Göppingen, Hardt, Heidelberg, Hockenheim, Inzlingen, Karlsruhe, Konstanz, Lörrach, Ludwigsburg, Mannheim, Maulbronn, Mönchweiler, Mühlacker, Murrhardt, Nürtingen, Pforzheim, Ravensburg, Reutlingen, Schwetzingen, Sindelfingen, Sternenfels, Stuttgart, Tübingen, Ulm, Vaihingen/Enz, Villingen-Schwenningen, Wannweil und Weinstadt.

Das Buch kann bei Amazon u.a. bestellt werden. Sie finden es hier.

Theorie und Praxis: Workshop zu E-Partizipation

Als fruchtbarer Austausch zwischen Theorie und Praxis erwies sich ein Workshop zum Thema E-Partizipation auf der kommunalen Ebene. Dieser fand am Freitag den 02.12.05 im Medienzentrum Baden-Württemberg statt. Etwa 40 Workshopbesucher konnten während der Veranstaltung Vorträge zu E-Government und elektronischer Demokratie hören und anschließend mit den Experten diskutieren.

Der Workshop wurde in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) durchgeführt.

Neben den Forschungsergebnissen meiner Dissertation über kommunale E-Partizipationsangebote haben sich noch vier weitere Referenten bereit erklärt ihre Erfahrungen in Sachen bürgerlicher Teilhabe im Netz zu berichten. Zunächst wurden die Teilnehmer von Ulrich Winchenbach (MFG) begrüßt. Im Anschluß führte Prof. Dr. Oscar W. Gabriel vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart die Besucher in die Thematik der E-Demokratie ein.

Als erster Referent kontrastierte Georg Schäfer von der Stabstelle für Verwaltungsreform des Innenministeriums Baden-Württemberg die Erfahrungen der Verwaltungsmodernisierung mit der demokratischen Nutzung. Neben Anwendungserfolgen elektronischer Demokratie referierte Herr Schäfer u.a. über das Serviceportal des Landes Baden-Württemberg www.service-bw.de.

Dr. Oliver Märker arbeitet für das Fraunhofer Institut (AIS) und zeigte im Rahmen seines Vortrags wie moderne Informations- und Kommunikationstechnologien etwa bei kommunalen Planungsprozessen sinnvoll eingesetzt werden können. Anhand von praktischen Beispielen wie der Ideenwettbewerb "Wachsende Stadt Hamburg" (2002) oder die Interaktive Bürgerbeteiligung Alexanderplatz Berlin (2003) wurde der abstrakte Begriff E-Demokratie mit Leben erfüllt.

In meinem eigenen ca. 30-minütigen Vortrag berichtete ich über digitale Beteiligungsangebote in baden-württembergischen Kommunen. Umfang und Qualität dieser Online-Tools standen dabei im Vordergrund. Weiterhin wurden Erfolgsfaktoren für das Entstehen und die Weiterentwicklung von elektronischen Instrumenten zur Bürgerbeteiligung vorgestellt. Die gesamte Studie wird voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2006 veröffentlicht.

Der zweite Teil der Veranstaltung gehörte dann wieder ganz den kommunalen Praktikern. Mit Ralf Armbruster, dem Leiter des Kompetenzzentrums E-Government der Landeshauptstadt Stuttgart und Rolf Gronbach, dem Hauptamtsleiter der Stadt Weinstadt kamen nun zwei Pioniere der kommunalen Internetentwicklung zu Wort.

Unter dem Titel “Kommunale E-Partizipation: Stagnation oder Chance zur Profilierung?“ fasste Herr Armbruster die Erfahrungen und Persepktiven der Stadt Stuttgart bei der Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien zusammen. Aus seinem Vortrag war zu entnehmen, dass nicht selten monetäre und organisatorische Rahmenbedingungen über den Einsatz von demokratischen Instrumenten entscheiden und das in Zeiten knapper Kassen oft demokratische Online-Instrumente zuerst eingespart werden.

Das Bürgerforum in Weinstadt stand im Mittelpunkt der Ausführungen von Rolf Gronbach. Dabei konnte er teilweise erstaunlich Positives berichten. Engagierte Brüger, die weitgehend produktiv und sachlich über aktuelle Probleme und Zukunftsfragen online debattieren. Die Veranstaltungswebsite finden Sie unter www.epartizipation-in-bw.de.


Elektronische Partizipation. Digitale Möglichkeiten - Erklärungsfaktoren - Instrumente :: Vorderseite

Elektronische Partizipation. Digitale Möglichkeiten - Erklärungsfaktoren - Instrumente :: Rückseite

Frank Kuhn, M.A., Doktorand an der Universität Stuttgart


Diese Internetseite würde mit einem Browser, der Webstandards unterstützt viel besser aussehen. Dennoch kann ihr Inhalt mit jedem Browser oder anderem Internetzugangsgerät gelesen werden.